Thursday 16. November 2017

Die Ökoenergiebranche macht sich selbst das Leben schwer: Ehrlichkeit ist unabdingbar

Belastete Holzhackschnitzel schaden den Erneuerbaren Energien. Eigentlich ist ja – laut einer brandaktuellen Studie der renommierten Berater von Roland Berger vom Mai 2017 – „die Wärmewende in Sicht“. Und die Holzenergie soll dabei eine wichtige Zukunftsrolle spielen. Doch immer wieder gibt es einige, die meinen, mit Tricksereien für sich selbst das Beste rausholen zu müssen. Aber irgendwann kommt es raus. Und dann schaden sie damit der ganzen Branche. Denn die Öffentlichkeit betrachtet nicht die Einzelfälle, sondern stellt die Ökowärmewirtschaft, wenn nicht gar gleich alle Erneuerbaren Energien unter Generalverdacht.

Es war dieser Tage in Würzburg auf dem Holzenergiekongress des Bundesverbands Bioenergie. Eigentlich wollte die Branche aufzeigen, wie sie auch in Zukunft positiv am Markt agieren, die nachhaltige Holznutzung im Wärmebereich vorantreiben, die Schadstoffe senken will. Doch offensichtlich sind nicht alle ehrlich: Gerade Hermann Fellner prangerte dies mit seinem Vortrag an.

Es ging darin um schadstoffbelastetes Altholz, das über Umwege zu Hackschnitzeln wird. Die Kritik des Juristen und Ex-CSU-Bundestagsabgeordneten Fellner: Nutzer kennen oft nicht einmal die Stoffqualität von Hackschnitzeln, zum Beispiel, wenn sie aus Spanplatten hergestellt werden. Die Schadstoffgefahr besteht selbst dann, wenn diese offiziell zur Verbrennung bestimmt (und damit eigentlich grundsätzlich zum Zerhacken zugelassen) sind.

Fellner hat zehn Spanplatten in einem neutralen Münchner Labor untersuchen lassen. „Es gab teils massive Überschreitungen bei Arsen, Blei, Chlor und vielfach Werte knapp am Grenzwert, z.B. bei Fluor. Es ist unstreitig: Belastetes Altholz kommt als belastete Spanplatte zum Verbraucher! Das Altholz muss also schon massiv belastet gewesen sein und hätte nicht über Grenzen gebracht werden dürfen.“ Doch Grenz-Kontrollen beim Import fänden hier kaum statt. Möglicherweise ist das genau der Grund, warum einige Spanplattenhersteller genau solches belastetes Billig-Holz importieren. Und wenn später aus Spanplatten Hackschnitzel werden, wird abermals wieder nicht kontrolliert.

Fellner will damit sagen: Nur, wenn die thermische Verwertung keine Schadstoffe in die Luft bläst, sind Holzheizung oder –vergasung sinnvoll und ökologisch vertretbar.

Schadstofffreiheit ist ein gewichtiger Grund, warum die Gammel Engineering GmbH ausschließlich Heiz-(Kraft-)Werke für Frischholz entwickelt und geplant hat, „kein einziges für Altholz. Das ist für uns wichtig und auch eine gute Sache“, betont Geschäftsführer Michael Gammel. Bei der jährlichen QS-Zertifizierung der EEG-Anlagen ist der Brennstoff-Einsatz wesentlicher Bestandteil, wie es beispielsweise nachzulesen ist auf der Webseite des Gutachters Omnicert.

Nur, wenn die ganze Branche das – ob betrügerisch oder unbewusst genutzte – Schadstoffaltholz ausschließt, dann werden auch in der Zukunft Hackschnitzelheizungen Wärme, Holzvergaser-Blockheizkraftwerke gleichzeitig noch Strom liefern können und dürfen. Die Schwarzen Schafe sollten schon aus Selbsterhaltungsgründen umdenken. Aber viel schlimmer: Sie schaden mit solchem Verhalten allen Erneuerbaren Energien. Die Holzenergie-Branche tut sich jedenfalls keinen Gefallen, wenn sie solche Schummeleien toleriert.

(Autor: Zukunftsenergie-Team Gammel)

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